Bücher

Hutter, Walter: Zur Methode des Oberstufenunterrichts an Waldorfschulen

Die Methode des Oberstufenunterrichts ist nach wie vor in Entwicklung. In diesem Buch werden zwei sich ergänzende und fächerübergreifende Blickrichtungen aus der Perspektive der Waldorfpädagogik eingenommen und ins Gespräch gebracht: eine erkenntnispraktische und eine erziehungskünstlerische. Aus ihren eigenen Erfahrungen formen Lernende ihre wirklichkeitsgemäßen Urteile. Diese identitätsstiftende Dimension der Pädagogik wird besonders in der gegenwärtigen multimedialen Zeit relevant.

Erschienen in: ATHENA & Verlag am Goetheanum, 1 Aufl. 2019, 52 Seiten, ISB 978-3-7455-1067-6

Allgemeine Menschenkunde – Methodisch-Didaktisches – Seminar, Studienausgabe

24 Vorträge und 15 Seminarbesprechungen, gehalten in Stuttgart vom 21. August bis 5. September 1919

2019 feiert die Waldorfschulbewegung ihr 100-Jahr-Jubiläum. Was 1919 mit der Einrichtung der ersten Waldorfschule begann, ist heute zu einem weltweiten Netz von über tausend Schulen angewachsen. Anlässlich der Gründung sprach Rudolf Steiner von einem «Festesakt der Weltenordnung», später von einer «Kulturtat» – Ausdrücke, die zeigen, dass es hier um mehr ging als um eine weitere Richtung der damals hoch im Kurs stehenden Reformpädagogik. Rudolf Steiner und das von einem unerhörten Enthusiasmus erfüllte Urkollegium sahen in der Begründung der Waldorfschule einen zivilisationserneuernden Schritt. In der Zukunft sollte Bildung den Menschen als frei denkende und inspirierte Akteure helfen, die Welt aus der Sackgasse zu führen, in die sie der Erste Weltkrieg und seine desolate Vorgeschichte gebracht hatte. In pädagogischen Kursen, in Seminarbesprechungen und Lehrplanvorträgen deren inhaltliche Dichte überwältigend ist, bereitete Rudolf Steiner die Pioniere darauf vor, als Lehrende, arbeitend Lernende und lernend Arbeitende diese neue Schule in Selbstverwaltung zu übernehmen. Noch heute sind Steiners menschenkundliche und methodisch-didaktische Anregungen Grundlage der Waldorfpädagogik. Zum Jubiläum erscheint diese einbändige Studienausgabe, in der die pädagogischen Vorträge und Besprechungen in der Abfolge wiedergegeben sind, in der sie zwischen dem 21. August und 5. September 1919 stattgefunden haben. Dieses ABC der Waldorfpädagogik ist mehr als ein historisches Dokument: Die Weite des Horizontes und die Tiefe der Fragestellungen machen diese drei Kurse auch für kommende Jahrzehnte zum Maßstab jeglicher pädagogischer Innovationsbemühungen.

Erschienen in: Rudolf Steiner Verlag 2019, ISBN 978-3-7274-5716-6

Leubin, Andrea und Wiechert Christof (Hg.): Konferenzen mit den Lehrern der freien Waldorfschule 1919 bis 1924

Die Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart sind ein einmaliges Dokument, denn sie sind am Puls des Schullebens angesiedelt, dort, wo die Pädagogik gewissermaßen tagtäglich neu entsteht. Indem Rudolf Steiner auf die Fragen, Anliegen und Probleme der Lehrenden eingeht, individualisiert sich das in den Vorträgen Entwickelte und zeigt die Tragfähigkeit der Grundlagen. Die Konferenzen sind zu einer unerschöpflichen Fundgrube pädagogischer Ideen geworden, sie zeigen vorbildlich, wie pädagogische Beratung verlaufen kann, sie führen in die Phänomenologie der Menschenbeobachtung ein und sie vermitteln einen Eindruck von der Atmosphäre der damaligen Aufbruchstimmung. Alle drei Bände sind nun überarbeitet worden und bieten eine geprüfte und erweiterte Textfassung. Für historisch Interessierte sind nun erstmals auch die Lehrernamen in den Text eingefügt, die Schüler mit den Monogrammen ihrer richtigen Namen.

Erschienen in: Rudolf Steiner Verlag, 3 Bände, 3. vollständig überarbeitete Neuausgabe 2019, Herausgegeben von Andrea Leubin und Christoph Wiechert, Gesamtausgabe GA 300 a-c, ca. 870 Seiten, ISB: 978-3-7274-3002-2

Landl, Richard (Hg.): "Aufbruch in die Welt. Waldorfpädagogische Grundlagen der Oberstufe mit Unterrichtsbeispielen"

Anliegen des Buches ist es, die waldorfspezifischen Grundlagen einer Pädagogik der Oberstufe allgemeinverständlich darzustellen. Dabei ist zunächst an den noch nicht mit der Waldorfpädagogik vertrauten Pädagogen gedacht. Aber ebenso findet der bereits erfahrene Lehrer für seine Vertiefung und zum Weiterstudium vielfältige Anregungen. Dem dienen besonders die individuellen Zugänge der einzelnen Autoren sowie die vielen zitierten Stellen aus dem Werk Rudolf Steiners und aus weiterer Literatur.Im zweiten Teil werden aus den meisten Fächern exemplarische Beispiele vorgestellt, die Wege aufzeigen, wie aus den Grundgedanken der Waldorfpädagogik konkrete Unterrichtsgestaltung werden kann. Dabei ist neben den fachspezifischen Beispielen der übergreifende menschenkundliche Ansatz, wie er sich bei allen Autoren wiederfinden lässt, von besonderem Wert.

Erschienen in: Verlag am Goetheanum, Titelnummer: 1600ISBN: 978-3-7235-1600-3

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Röh, Claus-Peter; Thomas, Robert (Hg.): "Unterricht gestalten im 1. bis 8. Schuljahr der Waldorf-/Rudolf Steiner-Schulen"

Das Buch ist als Unterstützung für Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer im schöpferischen Umgang mit dem Waldorfschul-Lehrplan gedacht. Eine Fülle von Anregungen dient als Inspirationsquelle der Unterrichtsgestaltung: Arbeitshilfen für den Hauptunterricht werden mit einem Überblick über den Fachunterricht und mit zahlreichen Anregungen zur Klassenführung und zur Elternarbeit verknüpft. Wenn diese Hinweise und Erfahrungen die Entwicklung des Kindes berücksichtigen und im Klassenzimmer in ein lebendiges Ganzes gebracht werden, beginnt der Lehrplan fruchtbar zu werden. In Resonanz zur Situation des Kindes und der Schule kann Neues entstehen, das den Lehrer zu einem forschenden Lehren und Lernen befähigt.

Erschienen in: Verlag am Goetheanum, Titelnummer: 1537, ISBN: 978-3-7235-1537-2

Wiechert, Christof: «Du sollst sein Rätsel lösen …» Gedanken zur Kunst der Kinder- und Schülerbesprechung

Es mag eine Binsenwahrheit sein, dass jeder Lehrer sich darum bemühen sollte, seine Schüler zu verstehen. Denn ohne ein tiefes Verständnis des Schülers sind die Lernleistungen eher ein Zufallsprodukt. Wie soll der Unterricht gestaltet sein, wenn man die Schüler nur oberflächlich kennt? Der produktive Lehrer versucht, die Schüler zu verstehen, damit dadurch die Brücken gebaut werden können, die das Lernen über das Niveau des Zwangs oder Drills erheben. Steiners Ideal war es, dass die wöchentlich stattfindenden pädagogischen Konferenzen in den Schulen eine ständige Weiterbildung im Erlernen dieses Verstehens der Schülerpersönlichkeit darstellen sollten. Er nannte das: «Werden Sie Psychologen!» Damit ist aber keine Psychologie im landläufigen Sinne gemeint. Tatsächlich demonstrierte er diese «Kunst des Verstehen-Lernens» in den Konferenzen, an denen er selbst viele Male teilnahm. Man kann auch sagen, wenn die Aufgabe der Schule aus Erziehen und Unterrichten besteht, dann sind die Fähigkeit des Verstehens der Schüler und der daraus erfließende individualisierte Umgang in der Klassengemeinschaft das eigentliche Qualitätsmerkmal einer Schule. Im Rahmen der Pädagogischen Sektion wurden die hier skizzierten Anregungen Steiners neu aufgegriffen und daraus die Kunst der Kinder- und Schülerbetrachtung entwickelt. Sie ist als ein Qualitätsbildungsinstrument für eine Lehrergemeinschaft für die Entwicklung der Kinder und Schüler anzusehen. Ein wunderbarer Nebeneffekt dieser Tätigkeit, sofern sie im Leben einer Schule zur Gewohnheit werden durfte, ist, dass von ihr eine ungemeine Belebung des ganzen pädagogischen Geschehens in der Schulgemeinschaft ausgehen kann.

Erschienen in: Verlag am Goetheanum, Titelnummer: 1440, ISBN: 978-3-7235-1440-5

Wiechert, Christof: "Lust aufs Lehrersein?! Eine Ermutigung zum (Waldorf)Lehrerberuf"

In diesem Buch wird die Waldorfpädagogik als eine Pädagogik der offenen Türen dargestellt; keine Lehre, kein <Man muss> oder <So ist es> sondern, als ein nachvollziehbares Eingehen auf die praktischen und innerlichen Seiten des Schullebens: leicht und gleichsam tiefsinnig. Wiecherts Betrachtungen gleichen einer Beobachtungsreise. Wir wandern durch zahlreiche pädagogische und soziale Situationen, gehen durch Klassenzimmer, Elternabende, Schülerbesprechungen, Konferenzen und Probleme des Schullebens. Überall sind Anregungen zur Selbstreflexion und Ansätze für neue Perspektiven zu finden. Der Stil entspricht dem Inhalt; über die Erziehungskunst wird nicht nur gesprochen, sondern diese wird auch praktiziert. Am Ende der Reise fühlt man sich gestärkt, reicher, und die Lust, mit neuem Griff zu unterrichten, wird fast unerträglich.

(aus dem Vorwort von Robert Thomas)

Erschienen in: Verlag am Goetheanum, Titelnummer: 1389, ISBN: 978-3-7235-1389-7

Wiechert, Christof: "Die Waldorfschule. Eine Einführung"

Was ist die Besonderheit der Waldorf- oder Rudolf Steiner Schulen? Was ist ihre pädagogische Intention innerhalb der vielfältigen Bildungslandschaften? Jeder kennt sie, aber nur wenige verstehen sie tatsächlich. Waldorfschulen praktizieren eine Unterrichts­methode, die für eine Erneuerung des heutigen Bildungswesens wegweisend sein könnte. Wer sich auf ihr besonderes Bildungsan­gebot einlässt, wird begeisternde Motive für Erziehung und Bildung entdecken. In diesem Buch werden das spezifische Bildungsanliegen der Waldorfschule sowie die aktuellen Heraus­forderungen, vor denen sie heute steht, im Sinne einer Einführung allgemein verständlich beschrieben. Es ist für Eltern, (neue) Lehrer und sonstige Interessierte gedacht, die das Phänomen Waldorf­/Rudolf Steiner Schule verstehen möchten, ohne sich dafür einen theoretischen Überbau aneignen zu müssen.

Erschienen in: Verlag am Goetheanum, Titelnummer: 1489, ISBN: 978-3-7235-1489-4